Bauen mit Hanfkalk

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gesund, regional, nachhaltig


Was ist Hanfkalk?

Hanfkalk ist zu 100 Prozent natürlich und besteht wie der Name schon sagt aus Hanf und Kalk. Im Unterschied zu den bekannten Dämmstoffen aus Hanfasern nutzt dieser Baustoff jedoch die sogenannten Schäben – ca. 1 bis 3 cm lange Stücke aus dem holzigen Kern des Pflanzenstängels. Dazu Naturkalk als Bindemittel und Wasser – fertig ist ein 100 % natürlicher Baustoff mit beeindruckenden Eigenschaften für ein ideales Raumklima zum Leben und Arbeiten. Vollständig getrocknet ensteht ein steinartiger, nicht entflammbarer Baustoff, der Feuchtigkeit und Temperatur auszugleichen vermag. Hanfkalk ist nachhaltig, denn er bindet CO2, ist biologisch abbaubar und lässt sich komplett wiederverwerten oder kompostieren. In der Gesamtkostenbetrachtung über den kompletten Lebenszyklus kann Hanfkalk so letztlich auch eine wirtschaftliche Alternative zu konventionellen Baustoffen sein. Dabei spielt auch eine Rolle, dass in der Regel keine zusätzliche Wärmedämmung nötig ist.

Gesund wohnen mit Hanfkalk

Der Wunsch nach gesundem Wohnraum und ökologischem Bauen verhilft traditionellen Naturstoffen wie Lehm- oder Kalkputzen zu einem beeindruckenden Comeback. Auch Nutzhanf bewährt sich seit mehreren Jahren als natürliches Dämmmaterial. In Frankreich, Belgien, England oder Italien erfährt auch Hanfkalk einen zunehmende Nachfrage für private und gewerbliche Bauprojekte. Einer der vielen Gründe: Als 100% natürlicher Baustoff ist Hanfkalk frei von giftigen Zusätzen – eine wesentliche Bedingung für ein gutes Raumklima. Dazu trägt auch der alkalischen Naturkalk bei, der die Luft im Innern reinigt und desinfiziert. Und auch für den Brandschutz ist gesorgt, da der mineralische Naturkalk die Hanfschäben umschließt. In Kombination mit den organischen Hanfschäben besitzt Hanfkalk außerdem exzellente Dämmeigenschaften. Dies kommt dem Schallschutz ebenso wie der Energiebilanz zugute. Weil das Material Wärme speichern und reflektieren kann, hilft es, die Räume im Winter warm und im Sommer kühl zu halten. Anders als bei konventionellem Mauerwerk kann so in der Regel auf eine zusätzliche Dämmschicht verzichtet werden. Das spart nicht nur Bauzeit, sondern auch Kosten. Als weitere Voraussetzung für gesundes Wohnen schützt Hanfkalk wirkungsvoll vor Schimmel, da der poröse (diffusionsoffene) Baustoff Feuchtigkeit auf- und wieder abgeben kann. Privatpersonen und gewerbliche Nutzer genießen so zu jeder Jahreszeit ein gesundes, natürliches und behagliches Wohnund Arbeitsklima.

Bildverweis: Oscar Proctor

Bauen mit Hanfkalk

Einen Teil des Charmes als Baustoff macht auch die vielseitige Verwendbarkeit aus. Hanfkalk eignet sich sowohl zum Sanieren als auch für Neubauten und lässt sich passend zum Einsatzzweck und dem gewünschten Grad der Eigenleistung auf drei Arten verarbeiten:

  • Solide: Steine und Blöcke aus Hanfkalk

Um Gebäude in Massivbauweise ohne Schalungstechnik zu errichten, bieten sich fertige Steine und Blöcke an. Da sie sich leicht schneiden lassen, eignen sie sich aber auch, um Gefache eines Ständerbaus auszufüllen. Ebenfalls lassen sich bestehende Mauern im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen mit Hanfkalk-Steinen verkleiden, um den Energiewert zu verbessern.

  • Schnell und effizient: die Sprühen-Methode

Eine zweite, ebenfalls schnelle und kosteneffiziente Methode besteht im maschinellen Sprühen. Dabei werden Gefache mit einseitiger Schalung rasch ausgefüllt. Das Hanf-Kalk-Gemisch entsteht direkt auf der Baustelle (insitu). Ein wesentlicher Vorteil dieser innovativen Methode ist die hohe Geschwindigkeit des Aufbringens bei geringem Personaleinsatz.

  • Traditionell: Hanfkalk stampfen

Bei der dritten Variante wird der Baustoff ebenfalls maschinell vor Ort hergestellt und wie vom Lehmstampfen bekannt manuell in die Verschalung eingefüllt und verdichtet. Dieses Verfahren benötigt mehr Zeit als das monolithische Bauen oder Sprühen, eignet sich aber gut für Privatleute, die ihre eigene Arbeit einbringen möchten und einen vergleichsweise kostengünstigen Baustoff suchen.

Nach der Trocknung lassen sich Wände aus vor Ort hergestelltem Hanfkalk direkt mit Kalk oder Lehmputz verputzen oder mit Holz verschalen. Im Innenbereich kann auch eine unverputzte Optik zu einem besonderen Hingucker werden und der Einstellung zur Natur und gesundem Wohnklima Ausdruck verleihen.

Hanfkalk – Baustoff der Zukunft?

Das Nutzenpotential von Hanfkalk besitzt neben der gesundheitlichen und ökologischen Dimension auch eine gesellschaftliche. Denn Nutzhanf – einer der beiden Hauptbestandteile – ist eine schnell wachsende sowie nachwachsende und wiederverwertbare Ressource, die nicht nur CO2 bindet und Stickstoff aus dem Boden aufnimmt, sondern als Teil einer Kreislaufwirtschaft auch einen Ausweg aus der Wegwerfgesellschaft aufzeigt. In Südtirol haben Landwirte und Verwerter bereits eine solche Kreislaufwirtschaft umgesetzt (Abb. 1). Nach Meinung des Allgäuer Hanfpioniers Reinhold Straub könnte dieses Modell auch für das landwirtschaftlich geprägte Allgäu spannende Perspektiven eröffnen – wirtschaftlich, ökologisch und sozial.

Klimafreundlich: negative CO2-Bilanz

Seine negative CO2-Bilanz spricht ebenfalls dafür, dass sich Hanfkalk auch in Deutschland als Baustoff der Zukunft etablieren könnte. Das bedeutet, dass er während der Nutzungsphase einschließlich Wiederverwendung und Recycling mehr CO2 bindet, als er bei seiner Herstellung abgibt. Hanfkalk ist zudem sehr langlebig. Steine und Blöcke können mehrmals wiederverwendet werden, außerdem ist der Baustoff biologisch abbaubar und kann somit kompostiert werden.


Fazit: Neue Perspektiven

Als 100 Prozent natürlicher Baustoff zeigt Hanfkalk neue Perspektiven auf: für private und gewerbliche Hausbauer, die Wert auf ein gesundes Raumklima mit niedrigen Energiekosten legen, aber auch für eine Gesellschaft, der die Nachhaltigkeit ihres Handelns mehr und mehr am Herzen liegt. Wer in der Region Allgäu nachhaltige Wohnträume mit gesunden Lebens- und Arbeitsräumen planen um umsetzen möchte, findet bei STRAUB. GUTE HÄUSER BAUEN. einen engagierten und kompetenten Ansprechpartner. Hier können Sie eine Anfrage stellen: