Lagerraum mit Hanfkalk

Wandbau in Fachwerk und freistehend

Bei diesem Projekt ging es um eine schnelle und einfache Errichtung eines kleinen Lagerraums. Für unseren eigenen Betrieb wollten wir in der bestehenden alten Holzscheune, ich welcher unsere Baustoffe lagern, einen kleinen frostsicheren Raum schaffen. Der Aufwand sollte so gering wie möglich sein. Deswegen wurde die bestehende Struktur aus Fachwerk und Holzschalung (zwei Wände nach außen) und ein Zwischenboden (Decke) genutzt. Nur zwei Wände nach innen mussten neu gestellt werden. Die Wandanschlüsse zur Decke wurden der Einfachheit wegen und aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit (die Fertigstellung drängte 🙂 teilweiße mit Stopfhanf ausgeführt. Das Ergebnis sehen Sie anbei.

Tragwerk Holzfachwerk, sichtbar

Oberfläche Hanfkalk tlw. mit Sumpfkalk gestrichen

Wand Gefachfüllung, 10, 12 und 14 cm stark

Details Anschlüsse provisorisch mit Stopfhanf


2 Gedanken zu „Lagerraum mit Hanfkalk“

  1. Guten Tag!

    Mein Name ist Oskar Messner. Bin Architekt und möchte heuer und nächsten Jahr mein eigenes altes Bauernhaus denkmalgeschützt sanieren.
    Dabei habe ich teilweise an Hanf-Kalk-Innendämmung gedacht, zumal die Wände aus Holzblockbau bestehen. Auch habe ich mit dem Material bereits gearbeitet und dabei gute und zufriedene Erfahrungen gemacht.
    Meine Frage wäre:
    Kann ich innen an den Holzblockbau auch einen Hanfziegel hinstellen wenn sich dabei zwischen Ziegelstein und Holzblockbau teilweise ein Hohlraum ergibt, da die Wand ja nicht immer gerade ist….bzgl. dem Taupunkt.

    Danke für ihren Hinweis

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    • Hallo Herr Messmer,
      freut uns, dass Sie bereits zufriedenstellende Erfahrungen mit Hanfkalk hatten 🙂

      Zu Ihrer Frage:
      Die Vorgabe ist bei Innendämmung eigentlich sehr klar und „streng“, dass eine stoffliche Anbindung im Wandquerschnitt gegeben sein muss. Es gibt die Möglichkeit die Hohlräume mit loser Hanfkalkmischung beim Hochmauern zu hinterfüllen. Wenn Sie jedoch nur kleinere Ungleichmäßigkeiten (2 – 5 cm) ausgleichen müssen, wäre es möglich mit dem Mauermörtel oder anderen diffusionsoffenen Mörteln zu arbeiten (Leichtlehm oder Leichtkalkmörtel). Sprich sie würden die Hanfsteine auch rückseitig mit der Wand verkleben.

      Abegsehen davon wäre es sinnvoll eine Detailbetrachtung durchzuführen um zu sehen, ob man sich die oben beschriebene Vorgehensweise sparen kann. Dazu wäre ein Telefonat ganz hilfreich.

      Beste Grüße
      Reinhold Straub

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